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ALLEN JONES

Ausstellung vom 30. Juni - 29.September 2013

Allen Jones (*1937 in Southampton) ist einer der Hauptvertreter und Mitbegründer
der britischen Pop-Art. Mit seinen unkonventionellen, provokativen Werken prägte
der britische Künstler in den 1960er- und 1970er-Jahren radikal die moderne Kunst.

Bereits seine frühen Arbeiten beschäftigen sich mit der weiblichen Gestalt, hier noch
häufig gemeinsam mit dem männlichen Gegenpart dargestellt, wie in seinen Arbeiten
Man Woman (1963) oder Hermaphrodite (1963). Sie stellen einen Versuch dar, die
bisexuelle Natur der menschlichen Seele miteinander zu versöhnen. Die miteinander
verschmolzenen Paare bilden dabei Metaphern des kreativen Akts und der ganzheit-
lichen Synthese.

Ein wichtiger Schritt hin zur Entwicklung seiner späteren Formensprache vollzog sich
während seines Aufenthalt in New York von 1964-65. Hier erlebte die amerikanische
Pop-Art gerade ihren Durchbruch. Bereits einige Jahre zuvor begegnete Jones erstmals
der jungen Kunstströmung und war begeistert von ihrer Ausdruckskraft. In New York
entdeckte er außerdem den reichen Bildervorrat erotischer, sexuell konnotierter Illustra-
tionen, wie sie u. a. in Bestellkatalogen, Hochglanzzeitschriften, Werbeanzeigen und auf
Merchandising-Produkten der 1940er- und 1950er-Jahre zu finden waren. Diese stereo-
typen, bislang nicht bildwürdigen Darstellungen des weiblichen Körpers verwendete er,
um eine neue, unkonventionelle und irritierende Bildsprache zu entwickeln. Von nun an
konzentrierte sich Jones auf provokant-erotische Sujets, die er in der graphischen
Formensprache der Pop-Art umsetzte. Für großes Aufsehen und Widerstand sorgten
schließlich 1969 seine berühmten Furniture Sculptures – lebensgroße zu Möbeln um-
funktionierte, realistisch wirkende Frauenfiguren aus Fiberglas und Stahl.

Die 1970er-Jahre standen im Zeichen der Auseinandersetzung mit weiteren künstlerischen
Disziplinen. Jones entwarf u.a. Ausstattungen und Kostüme für Bühnenrevues sowie
die Kostüme und das Set-Design für die Fernsehproduktion Männer wir kommen! des
Westdeutschen Rundfunks mit Senta Berger. Neben seinen zahlreichen Gemälden und
Lithographien blieb Allen Jones auch in den folgenden Jahrzehnten seiner Liebe zur
Dreidimensionalität treu. Ab den 1980er-Jahren schuf er zahlreiche monumentale Arbeiten
für den öffentlichen Raum, die in kleineren Varianten aus gebogenen Hölzern oder Metallen
auch im musealen Raum ihren Platz finden.

Bei Betrachtung seines über 50jährigen Werks wird deutlich, dass der Künstler während
seines gesamten Schaffens vor allem ein Ziel verfolgt: Das Bild von der (Lein)wand weg
in den Raum hinein zu entwickeln. Dabei untersucht er kritisch und persiflierend den
Lifestyle unserer modernen Gesellschaft, dominiert von Massenmedien, Massenkonsum
und Vergnügen. Eines seiner Lieblingsmotive ist bis heute die weibliche Gestalt –
insbesondere ihre Beine – sowie die leidenschaftliche, erotische Interaktion zwischen
Mann und Frau. Seine lyrischen, farbintensiven Kompositionen beinhalten oftmals
Elemente der Performance, wie zum Beispiel den Tanz und das Kabarett.

Die Ausstellung ist die erste Retrospektive seines Werkes in den neuen Bundesländern.
In den Kunstsammlungen Chemnitz werden 60 Werke aus den Jahren 1957-2009,
überwiegend Gemälde und skulpturale Objekte, zu sehen sein.



Wir danken Allen Jones und Deirdre Morrow herzlich für die großzügige Unterstützung.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Institut für Kulturaustausch, Tübingen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog als Hardcover mit 236 Seiten, 200 Abbildungen,
davon 186 farbig und Texten von Otto Letze, Marco Livingstone, Sir Norman Rosenthal.



ÖFFNUNGSZEITEN
Dienstag – Sonntag, Feiertag 11 - 18 Uhr

ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN
Samstag, Sonntag, Feiertage 12 Uhr sowie Mittwoch 16 Uhr

FILM   
Männer wir kommen! Fernsehproduktion des WDR, 1970,
43 min., Kostüm/Set-Design: Allen Jones

EINTRITT
6 Euro | ermäßigt 4 Euro

KATALOG
24,80 Euro

PLAKAT
5 Euro je Motiv

POSTKARTE
1 Euro je Motiv



Mit großzügiger Unterstützung

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Kulturkooperation

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