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Der Jurist und Kunsthistoriker Herbert Lange trug seit den 1970er Jahren eine klassische bis zeitgenössische Fotografiesammlung mit 21 Künstlern zusammen. Die Künstler, Motive und die konzentrierte topografisch-regionale Ausrichtung zeugen von der Identifikation des Sammlers mit seiner selbst gewählten Heimat – zuerst dem Ruhrgebiet, dann Leipzig – und der nüchtern-subtilen Bildsprache der Sachlichkeit in der zeitgenössischen deutschen Fotografie, wobei das Fundament die Fotografie der klassischen Moderne um 1930 ist. Industrie- und Stadtlandschaft sowie Dinge – vom Einzelobjekt bis zum komplexen Interieur – bilden den thematischen Kern der Sammlung. Die Schenkung von Herbert Lange umfasst Fotografien von Künstlern, die zwischen 1879 und 1972 geboren wurden. Dieser Zeitraum von über 90 Jahren zeigt, dass es sich hierbei nicht nur um eine beliebige Sammlung, sondern um einen repräsentativen Ausschnitt deutscher Fotografiegeschichte handelt, der durch Werke des Amerikaners Duane Michals und des Niederländers Piet Zwart ergänzt wird. Den Schwerpunkt bildet die Dokumentarfotografie mit Albert Renger-Patzsch, Bernd und Hilla Becher und anderen, die zu den interpretativen fotografischen Positionen eines Duane Michals, Friedrich Seidenstückers oder der analytischen Fotografie von Timm Rautert kontrastiert.

Es ist mehr als bemerkenswert, dass bereits 1929 der den KUNSTSAMMLUNGEN CHEMNITZ angegliederte Kunstverein „Kunsthütte“ den Künstler László Moholy-Nagy zu mehreren Vorträgen über Fotografie und Film einlud. Anlass dafür war eine Lichtbilder-Ausstellung mit Arbeiten von Albert Renger-Patzsch in Chemnitz. 1948 wurde erstmals in den KUNSTSAMMLUNGEN CHEMNITZ Fotografie angekauft. Dazu zählen sechs Künstler-porträts von Hugo Erfurth, die zwischen 1916 und 1947 entstanden, und 15 Fotografien von Albert Renger-Patzsch und Edmund Kesting aus den 1920er Jahren. Umfangreich präsentierten die KUNSTSAMMLUNGEN CHEMNITZ zwischen 1997 und 2013 Fotografie in 30 Einzel- und Gruppen-ausstellungen. Durch Schenkungen konnte das Museum seinen Bestand bisher um immerhin mehr als 30 Fotografien erweitern.


KÜNSTLER

Bernd und Hilla Becher
Boris Becker
Joachim Brohm
Robert Häusser
Matthias Hoch
Candida Höfer
Bertram Kober
Duane Michals
Diether Münzberg
Olaf Nicolai
Olaf Rauh
Timm Rautert
Albert Renger-Patzsch
Evelyn Richter
Ricarda Roggan
Hans-Christian Schink
Erasmus Schröter
Friedrich Seidenstücker
Thomas Struth
Piet Zwart



ÖFFNUNGSZEITEN
Dienstag – Sonntag, Feiertag 11 - 18 Uhr

ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN
Samstag, Sonntag, Feiertage 16 Uhr

EINTRITT
6 Euro | ermäßigt 4 Euro



VORTRÄGE

Mittwoch, 13. März 2013, 18 Uhr
„Wie kam die Fotografie ins Museum?“
Prof. Klaus Honnef, Kurator und Prof. em. für Theorie der Fotografie, Bonn

Dienstag,  7. Mai 2013, 18 Uhr
"Ästhetik der Fehler. Die Geburt der Neuen Sachlichkeit als Austreibung des Geistes der Kunstfotografie um 1900"
Dr. Friedrich Tietjen, Junior-Professor für Geschichte und Theorie der Fotografie, HGB Leipzig

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