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Die KUNSTSAMMLUNGEN CHEMNITZ – Museum am Theaterplatz präsentieren vom
29. September bis 18. November 2012 die Ausstellung ANDREAS FELGER - Malen wie Atmen. Gemälde und Skizzenbücher. Gezeigt werden großformatige Ölgemälde des Künstlers aus seinem malerischen Œuvre und eine Auswahl seiner zahlreichen Skizzenbücher.  

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Nobert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages.

Andreas Felger (*1. Januar 1935 in Mössingen-Belsen) ist ein vielseitiger Künstler. Nach einer Lehre zum Musterzeichner studierte er von 1954-1957 an der Akademie der Bildenden Künste München und war von 1958-1959 Meisterschüler bei Prof. Josef Hillerbrand. In seinem Werk vereint er sehr unterschiedliche Techniken, zu denen Holzschnitte, Skulpturen, Aquarelle und seit den späten 80er-Jahren verstärkt die Ölmalerei, die Elemente der Farbfeld- und Ornamentmalerei in sich trägt, zählen. Sein malerisches und grafisches Werk ist umfangreich und vielschichtig, seine Bildsprache eigenständig und unverwechselbar, reicht von figürlich bis abstrakt. Felgers Arbeitsweise beruht dabei auf Kontinuität. Die alltägliche Verrichtung, die körperliche Handlung, die intuitiven Abläufe führen zu Kunstwerken, in denen und zwischen denen ein organisches Gestaltungsmoment wahrnehmbar ist. Malen wie Atmen. Der Farbauftrag von Liniengeweben, das Wechseln zwischen Stileinheiten wird (beinahe) so selbstverständlich vollzogen wie das Heben und Senken des Brustkorbs. Die in leuchtenden Ölfarben gemalten Werke beeindrucken in ihrer Farbdynamik und überraschen mit Kontrasten. Die in der Ausstellung gezeigten großformatigen Gemälde aus den Jahren 2002 bis 2012 zeugen von einer bildnerischen Freiheit: Es sind Gemälde, in denen sich Figur und Ornament, ordnende Geometrie und organische Form spannungsvoll verbinden. Meditative schwebende Farbfelder treffen auf einen gestischen Malduktus. Die Farboberflächen der Bilder sind sowohl geprägt von einer
Sanftheit, aber auch von einer gewissen Stärke. Vor allem die Farbgebung zeichnet Andreas Felgers malerisches Spätwerk aus: reiche Farbenpracht harmonisiert mit feinsten Nuancierungen.

So universell sich das künstlerische Werk von Andreas Felger im Holzschnitt, im Aquarell und im Gemälde darstellt, so vielseitig sind auch seine Skizzenbücher. Seit den 1980er Jahren zeichnet er akribisch Ideen, Eindrücke, Form- und Farbstudien auf, dabei entstehen ca. 40 bis 70 Bücher jährlich. Seine Skizzen reichen von farbig aquarellierten Landschaftsdarstellungen bis hin zu schlichten Bleistiftzeichnungen. Dennoch sind die Skizzen keine Vorzeichnungen zu seinen Gemälden, vielmehr sind sie deren Voraussetzung und notwendiges Experimentierfeld, hier entstehen die seinen Bildern zugrunde liegenden Ideen. Er tastet sich an Bildlösungen heran, er „verwerfe, übermale, korrigiere. Hier ist der Weg spannend, da gibt es die Nebenwege und Brücken, die sich auftun, die Umwege, die man in Kauf nimmt, um schließlich zu einem Ziel zu gelangen. Das hat mit Lust, mit schöpferischem Eros zu tun“, so der Künstler.

In Kooperation mit der    IMAGE_3.jpg



ÖFFNUNGSZEITEN
Dienstag – Sonntag, Feiertage 11-18 Uhr

ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN
Samstag und Sonntag 16 Uhr

FILM
"Ich habe nur Lieblingsfarben." Der Maler Andreas Felger
Regie: Wolfram Huke, Dauer: 15 min, 2008 Erster Preis der Jury in der Sektion "Original documentary - short films" auf dem Internationalen Dokumentarfilmfestival DOCUMENTA MADRID

EINTRITT
6 Euro | ermäßigt 4 Euro

PLAKAT
3 Euro



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