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Als Sohn eines Schneiders und einer Näherin war Pierre-Auguste Renoir (1841 - 1919) vertraut mit der spezifischen Optik und Haptik, der Farbe, des Dekors und der Symbolkraft von Stoffen. Seiden und Samte und damit das handwerkliche Rohmaterial der damaligen Mode standen also von Beginn an im Fokus von Renoirs künstlerischen Inspiration. Wie kaum einem anderen Vertreter des Impressionismus gelang es ihm, das Sinnliche von luxuriösem Gewebe einzufangen und wiederzugeben. Auf die Frage, welche Frauenkleider er am liebsten male, antwortete Renoir: „Ehrlich gesagt, am liebsten male ich die Frau nackt; aber wenn ich sie angezogen malen muss, dann am liebsten in einem Prinzessrock; er verleiht ihr eine so hübsche, geformte Linie.“ Und was die Farben und Materialien angehe, so bevorzuge er unter anderem das metallische Blau mit Silberglanz, traditionelle Stickereien voller Patina, aber auch knisternde Seide. Er schätze es eben in seinen Bildern eine Wirkung „wie Seide gemalt“ zu erzielen. Die Sinnlichkeit des Stoffes prägte bei Renoir nicht nur die Wahl der Sujets, sondern ist auch eine bewusste Entscheidung für das Besondere der Kleidung der Porträtierten. Was lag also näher, als Renoirs Gemälde in Bezug auf die Kleidung, auf Farben und Stoffe hin zu betrachten, wobei dieser Aspekt noch nie in der Literatur oder in Ausstellungen über Renoir thematisiert wurde. Tatsächlich lag dies für die Kunstsammlungen Chemnitz nahe, da das Museum über eine einzigartige Sammlung französischer Seiden und Samte um 1900 verfügt.

Parallel zu den Werken Pierre-Auguste Renoirs wird erstmals eine repräsentative Auswahl dieser kostbaren Gewebe in der Ausstellung SAMT UND SEIDE. Französische Luxus - Stoffe aus der Epoche von Pierre Auguste Renoir zu sehen sein, die damit in einen sinnlichen Dialog mit Renoirs Gemälden treten.

Die Ausstellung PIERRE-AUGUSTE RENOIR. Wie Seide gemalt wurde von Dr. Karin Sagner, München, kuratiert.

Mit freundlicher Unterstützung

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ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN
Dienstag – Sonntag, Feiertage 12 Uhr
Dienstag, Mittwoch, Freitag – Sonntag, Feiertage 16 Uhr

ÖFFNUNGSZEITEN
Dienstag – Sonntag, Feiertage 11 – 18 Uhr
24. und 31. Dezember 2011 geschlossen

EINTRITT inkl. Audioguide
7 Euro/erm. 4,50 Euro, Gruppen (ab 10 Personen) 4,50 Euro



VERANSTALTUNGEN

VORTRÄGE
Donnerstag, 27.10.2011, 19 Uhr
Entwicklung der französischen Druckgrafik im 19. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung der Druckgrafik Renoirs
Dr. Dr. Anne-Marie Werner, Saarlandmuseum Saarbrücken

Donnerstag, 3.11.2011, 19 Uhr
„Malerei ist in erster Linie ein Erzeugnis der Phantasie“
Dr. Karin Sagner, Kuratorin der Ausstellung

Donnerstag, 1.12.2011, 19 Uhr
„Diese Stoffe: was daraus machen? Vor allem Meisterwerke.“
Mallarmé, Renoir und die Liebe zur Textur

Dr. Martina Stemberger, Universität Wien


KONZERT
Sonntag, 27.11.2011, 11 Uhr
Liedermatinée „Hommage à Renoir“
Mit Melodien von Richard Wagner, Claude Debussy, Gabriel Fauré, Franz Liszt u. a.
Valérie Suty, Sopran und Thomas-Michael Gribow, Klavier



MUSEUMSPÄDAGOGISCHE ANGEBOTE

Nachts im Atelier: Rauschende Stoffe, flüsternde Seiden, klappernde Scheren …
Vom kleinen französischen Schneidersohn zum weltberühmten Pariser Modemaler.
Erzählerischer Rundgang, 60 Min.
Für Vor- und Grundschüler, kostenlos

»Ein Kleid ist perfekt, wenn man nichts mehr weglassen kann …« (Jil Sander)
Was bedeutet eigentlich„wie Seide gemalt“? Nach einem Rundgang durch die Ausstellung werden die Schüler die Möglichkeit haben, sich selbst zeichnerisch als „Modedesigner“ zu versuchen.
Kunstgespräch und eigene künstlerische Arbeit (falls gewünscht), 60-90 Min.
Für Schüler ab Klasse 5, Unkostenbeitrag für Material: 0,50 € pro Schüler

»Eleganz ist das Was, Chic das Wie« (Pierre Cardin)
Mode avancierte zur Zeit Renoirs zum Symbol einer neuen Gesellschaft, zum Synonym für Moderne. Markante, historische und moderne Zitate aus der Modewelt werden in Verbindung mit Renoirs Gemälden gebracht und lassen uns in einen interaktiven Dialog treten.
Kunstgespräch und eigene künstlerische Arbeit (falls gewünscht), 60-90 Min.
Für Schüler ab Klasse 10, Unkostenbeitrag für Material: 0,50 € pro Schüler

Anmeldung unter Tel. +49 (0)371 488 4427 oder katharina.koenig@stadt-chemnitz.de
© Kunstsammlungen Chemnitz 2016