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Die Sammlung Flügge porträtiert in einzigartiger Weise
die Liebe eines Sammlerehepaares zur Kunst


PORTRÄT EINER SAMMLUNG
Schenkung Gisela und Dr. Wolfgang Flügge


6. Juni - 1. August 2010

Pressegespräch: Freitag, 4. Juni 2010, 11 Uhr
Ausstellungseröffnung: Samstag, 5. Juni 2010, 14 Uhr

Zum Pressegespräch und zur Ausstellungseröffnung
sind das Ehepaar Flügge und KünstlerInnen anwesend.



Die Ausstellung Porträt einer Sammlung. Schenkung Gisela und Dr. Wolfgang Flügge
vom 6. Juni bis 1. August 2010 in den Kunstsammlungen Chemnitz gewährt mit 124
Arbeiten von 22 Künstlern einen ersten repräsentativen Einblick in diese umfangreiche
Schenkung zeitgenössischer Kunst.

Der Sammler Dr. Wolfgang Flügge wurde 1942 in Berlin geboren. Während seiner
Ausbildung zum Goldschmied lernte er 1963 seine spätere Frau Gisela kennen.
Anschließend studierte er Zahnmedizin. Gisela Flügge, ebenfalls in Berlin geboren, ist
Goldschmiedemeisterin. Das Paar lebte einige Jahre an verschiedenen Orten in
Oberschwaben und zog 1979 nach Düsseldorf. Bereits als Schüler kaufte Wolfgang
Flügge sein erstes Kunstwerk. Seit Mitte der 1970er erwarben Flügges zahlreiche
Werke. Im Laufe der Jahre wuchs die Sammlung auf 586 Werke von 106 Künstlern
aus insgesamt 16 Ländern an. 2005 wurde die komplette Sammlung als Schenkung
den Kunstsammlungen Chemnitz übergeben.

Die Entstehungszeit der in der Sammlung vertretenen Arbeiten reicht von 1958 bis
2002 mit einem Schwerpunkt westdeutscher Kunst der 1970er und 1980er Jahre.
Die Sammlung ist von herausragender künstlerischer Qualität. Mit feinem Gespür
und ohne auf gängige Trends zu äugen, sahen Gisela und Dr. Wolfgang Flügge früh
kreatives Potential und engagierte sich für Kunstschaffende. Die Sammlung spiegelt
nicht nur die künstlerischen Vorlieben des Paares wider, sondern weist aufgrund von
Ankäufen von Kunst im Umkreis des jeweiligen Wohnortes auch biografische Bezüge
auf, indem regional ansässige beziehungsweise in dortigen Ausstellungen gezeigte
Künstler kontaktiert und deren Werke gekauft wurden. Auch spielte Düsseldorf
durch seine Kunstakademie eine wichtige Rolle. Besonders hervorzuheben sind die
Kontakte des Sammlerpaares innerhalb der ansässigen Kunstszene, u. a. zu Holger
Bunk, Cordula Güdemann, Bertram Jesdinsky, Jürgen Klauke und Thomas Ruff
sowie zu osteuropäischen Künstlern wie Jaroslaw Ivan Adler, František Kyncl und
Otakar Slavík, um nur einige zu nennen. Von großer Bedeutung für Gisela und Dr.
Wolfgang Flügge sind kleine Skizzen und Entwürfe, die ihnen seitens vieler Künstler,
u. a. von Petr Hrbek, Chris Macdonald, Hermann Schenkel und Hugo Weihermüller,
als persönliche kreative 'Zwischenberichte' über aktuelle Projekte geschenkt wurden.

Hinsichtlich der künstlerischen Techniken entwickelten Flügges im Laufe der Jahre
eine Vorliebe für das Medium der Grafik, welche durch eine entsprechend große
Anzahl von Arbeiten auf Papier innerhalb der Sammlung einen Schwerpunkt bildet.
Die Zeichnungen von Claus Bury zu seinen architektonischen Skulpturen und die
Druckgrafik von Norbert Kricke verdeutlichen darüber hinaus ihr Interesse an Kunst
im öffentlichen Raum. Daneben beinhaltet die Sammlung ein Konvolut an grafischen
Werken aus der ehemaligen DDR, wie beispielsweise eine Mappe zu Ehren Max
Beckmanns aus dem Jahr 1984 mit Arbeiten u. a. von Dietrich Burger, Bernhard
Heisig und Wolfgang Mattheuer oder Werke von Thomas Ranft, die die Sammler
vor der Wiedervereinigung erwerben konnten.

Der zur Ausstellung erscheinende Katalog enthält neben zahlreichen Abbildungen das
Gesamtverzeichnis der Schenkung. Es gehört zu den Privilegien der Kunstsammlungen
Chemnitz, nach und nach in weiteren Präsentationen die gesamte Sammlung zeigen zu
dürfen.



KÜNSTLER DER SAMMLUNG
Peter Ackermann, Jaroslaw Ivan Adler, Anatol, Federico Arana, Jean Baier, Max
Beckmann, Joseph Beuys, Wolfgang Bier, Max Bill, Johannes Birkhölzer, Jürgen
Brodwolf, Marcel Bunea, Holger Bunk, Dietrich Burger, Claus Bury, Christo, Annegret
Dahlmann, Karl Fred Dahmen, Carl Dau, Bernd Dehne, Kambiz Derambakhsh, Adam
Lude Döring, Diether F. Domes, Marianne Eigenheer, Stano Filko, Ralph Fleck, Reinhard
Fritz, Gudrun Gaiser, Sighard Gille, Wilhelm Götz-Knothe, Cordula Güdemann, Franz
Gutmann, Natalie Harder, Ingrid Hartlieb, Albert David Haschek, Bernhard Heisig, Outi
Heiskanen, Rainer Herold, Romane Holderried Kaesdorf, Viktor Hottinger, Petr Hrbek,
Ion Isaila, Bertram Jesdinsky, KARIUS, Michael Kenny, Gerhard Kettner, Jürgen
Klauke, Werner Knaupp, Georges Kobylansky, Norbert Kricke, Kubach-Wilmsen-
Team, František Kyncl, Thomas Lange, Chris Macdonald, Heinz Mack, Carmen
Mankel, Wolfgang Mattheuer, Adi Meier-Grolman, Harald Metzkes, Ello Michel,
Tomitaro Nachi, Martin Noël, Herbert Nöske, Timur Novikov, Edith Oellers, Joachim
Palm, Martin Paulus, Jürgen Piegelbrock, Thomas Ranft, Gert Ressel, Klaus Rinke,
Osvaldo Romberg, Thomas Ruff, Hans Dieter Schaal, Wolfram Adalbert Scheffler,
Hermann Schenkel, Dieter Schiffer, Jörg Schmeisser, Walter Schöllhammer, Rudolf
Schoofs, Vladimir Skoda, Otakar Slavík, Elsi Spitmann, Karl-Heinz Steib, Günther
Stiller, Nikolaus Störtenbecker, Ingeborg Strobl, Manfred Stumpf, Zdeněk Sýkora,
Günther Uecker, Sandra Voets, Hannsjörg Voth, Alexander Wahl, Isolde Wawrin,
Paul A. Weber, Hugo Weihermüller, Werner Wenz, Kerstin Wichelhaus, Werner
Wittig, Herbert Zangs, Frank Michael Zeidler, Hans-Joachim Zeidler, Jindřich
Zeithamml, Karlheinz Ziegler, Zush-Evru



Öffentliche Führungen

Samstag, Sonntag und Feiertage 15 Uhr



KUNST IM VISIER – in 30 Minuten
Die Besucher sind in der neuen Veranstaltungsreihe KUNST IM VISIER
zu einer halbstündigen Bildbetrachtung mit Sitzgelegenheit eingeladen. Inhalt,
Form, Geschichte des Bildes, aber auch Leben des Künstlers sind Gegenstand
der kunstwissenschaftlichen Besprechung, an der sich die Teilnehmer aktiv
beteiligen können.

Donnerstag, 24. Juni 2010, 16 Uhr
Jürgen Klauke „Selbstprojektion I“
Daniela Fröhlich, Kunsthistorikerin

Freitag, 2. Juli 2010, 16 Uhr
Werner Knaupp „Schwarze Wand – Krematorium“
Daniela Fröhlich, Kunsthistorikerin



Kunstpädagogische Angebote
Hoch-, Tief- und Flachdruck: Einblicke in eine schwarze Kunst
Um sein Motiv viele Male herstellen zu können, kann der Künstler einen
Druckstock verschieden bearbeiten. Generell lässt sich sagen, dass die Arbeits-
abläufe und Rezepturen von jedem Künstler anders variiert werden. Bei einem
Rundgang durch die Ausstellung können verschiedenen Drucktechniken entdeckt
werden. Auf Wunsch ist es nach dem Ausstellungsbesuch möglich, in der
Kreativwerkstatt der Kunstsammlungen Chemnitz eigene Druckgrafiken zu
gestalten und auf einer Presse zu vervielfältigen.
geeignet für Schüler von 10 - 16 (das Programm wird dem Alter angepasst),
Dauer: ca. 45 Min, Teilnahme kostenlos
Anschlusstermin in der Kreativwerkstatt, Dauer: ca. 2 Stunden,
Kosten: 3,00 Euro pro Teilnehmer

Porträt und Selbstporträt in der zeitgenössischen Kunst
Das menschliche Gesicht hat die Künstler seit Jahrtausenden zur Darstellung
gereizt. Auch heute porträtieren Künstler immer wieder ihre Mitmenschen, und
immer wieder bietet ihnen der Spiegel die Möglichkeit zum Selbstporträt. Nach
einer gemeinsamen Betrachtung ausgewählter Kunstwerke von Holger Bunk,
Adam Lude Döring und Thomas Ruff in der Sammlung Flügge werden die Schüler
im Kunstpädagogischen Kabinett die Möglichkeit haben, sich selbst an einem
Porträt oder Selbstporträt zu versuchen.
geeignet für Kinder von 4 - 10 (das Programm wird dem Alter angepasst)
Dauer: ca. 60 Min, Kosten: 0,50 Euro pro Kind

Der Berg ruft …
Es sind die Extremlandschaften Meer und Gebirge, die die Menschen seit je
faszinieren. Dort liegen die ausgewiesenen Ferienorte, und auch in der Kunst
sind Meer und Berge immer wiederkehrende Motive. Drei eindringliche Gebirgs-
landschaften von Werner Knaupp aus der Sammlung Flügge werden gemeinsam
betrachtet. Im Anschluss sollen die Bildeindrücke in einem Haiku umgesetzt
werden. Diese Gedichtsform aus nur 17 Silben stammt ursprünglich aus Japan
und dient traditionell zur Schilderung von Natureindrücken.
geeignet für Schüler von 7 - 14 (das Programm wird dem Alter angepasst)
Dauer: ca. 45 Min, Teilnahme kostenlos

Termine für die kunstpädagogischen Programme
nach telefonischer Voranmeldung: Tel. 0371 – 488 4427.



Mit freundlicher Unterstützung

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