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Ausstellungseröffnung: Samstag, 20. Oktober 2018, 18 Uhr

Vom 21. Oktober 2018 bis zum 3. März 2019 zeigen die Kunstsammlungen Chemnitz im Museum Gunzenhauser eine Retrospektive des Malers Rupprecht Geiger (1908–2009). Der Künstler gehört zu den bedeutendsten Vertretern der Abstraktion in Deutschland. Nach 25 Jahren werden seine Werke erstmals wieder im Osten Deutschlands in einer Einzelschau präsentiert. In der Ausstellung sind auf zwei Etagen 66 Gemälde, 34 Arbeiten auf Papier sowie verschiedene Modelle für Installationen und Raumkonzepte aus allen Schaffensphasen Geigers zu sehen. Sie bietet damit einen repräsentativen Querschnitt durch sein umfangreiches Œuvre.


Als Mitbegründer der Gruppe „Zen 49“ war Rupprecht Geiger entscheidend an der künstlerischen Neuausrichtung im westlichen Nachkriegsdeutschland beteiligt. Er suchte nach einer radikalen Abgrenzung gegenüber gegenständlich-figürlicher Malerei, die zuvor unter den Nationalsozialisten im Zeichen starker politischer Vereinnahmung gestanden hatte. Das Werk Geigers kreist seit den 1950er-Jahren vor allem um eine Farbe: Rot. Sie sei für ihn „Leben, Energie, Potenz, Macht, Liebe, Wärme, Kraft“, so der Maler 1975 in seinem „Rotbuch“. Geiger schuf über Jahrzehnte ein „Porträt der Farbe“, das nur vergleichbar sein dürfte mit den etwa zeitgleich entstandenen Monochromien in Blau des Franzosen Yves Klein (1928–1962). Für beide wurde der Umgang mit der Farbe zu einem Erlebnis von fast spiritueller Dimension, in dem die energetische Wirkung der Farbe auf den Betrachter den eigentlichen Mittelpunkt der Arbeit darstellte.

Die Ausstellung entstand in enger Kooperation mit dem SCHAUWERK Sindelfingen, das über die bedeutendste und repräsentativste Sammlung an Werken des Malers verfügt, sowie dem von der Enkelin des Malers Julia Geiger geleiteten Archiv Geiger in München. Neben Werken aus dem Bestand des Museums Gunzenhauser können so zentrale Arbeiten wie das erste mit Tageslichtpigmenten ge-
schaffene Gemälde „E 180“ von 1952 oder das über sechs Meter breite, titelgebende Werk „Pinc kommt“ von 1995 gezeigt werden. Hinzu kommen mehrere malerische und grafische Versionen der Werkgruppe „Metapherzahlen“ (1984/85, 2006/07) und Entwürfe von Farbräumen, in denen Geiger, dessen künstlerische Entwicklung in den 1920er-Jahren mit einem Architekturstudium begann, zu seinen Wurzeln zurückkehrte.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog unter dem Titel „pinc kommt! Rupprecht Geiger“ (216 Seiten, 24 Euro).

YOGA
Geiger-Yoga. Bewegung in Rot. Schweigen in Pink
7. November 2018
21. November 2018
12. Dezember 2018
16. Januar 2019
6. Februar 2019
27. Februar 2019: jeweils 20–21 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung erforderlich 0371 4887024

Sichtweisen. Interreligiöse MUSEUMSPREDIGT
Sonntag, 4. November 2018, 16 Uhr
Vertreter*innen aus 3 Religionen äußern sich zur Kunst
Video

Pinc kommt in die Stadt - FAMILIENNACHMITTAG
Freitag, 9. November 2018, 14-17 Uhr
Video


VORTRÄGE
Der Künstler und Mensch Rupprecht Geiger
Franziska Straubinger, München
Mittwoch, 9. Januar 2019, 18 Uhr


Rupprecht Geiger im Kontext seiner Zeit
Gwendolin Kremer, Dresden
Mittwoch, 23. Januar 2019, 18 Uhr


Rupprecht Geiger. Phänomenologie des Rot
Prof. Dr. Hans Dieter Huber, Stuttgart
Mittwoch, 20. Februar 2019, 18 Uhr


SONDERFÜHRUNG
Die Wandlung von Farbmaterie zu Farbgeist. Die Maltechnik Rupprecht Geigers
Johanna Stegmüller, München
Mittwoch, 30. Januar 2019, 18 Uhr


KURATORENFÜHRUNGEN

Donnerstag, 29. November 2018, 17 Uhr
Donnerstag, 17. Januar 2019, 17 Uhr
Mittwoch, 13. Februar 2019, 19 Uhr


ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN
Samstag 14.30 Uhr, Sonntag 16 Uhr


KONZERT
Das andere Neujahrskonzert
Tuya Klangwerk
Dienstag, 1. Januar 2019, 20.19 Uhr


FINISSAGE

Musik in Pink
Wandelkonzert durch die Ausstellung mit 100Mozartkinder und Tuya Klangwerk
Sonntag, 3. März 2019, 16 Uhr

© Kunstsammlungen Chemnitz 2019