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Grit Richter. Danke für Alles

Grit Richter. Danke für Alles

21. Oktober 2017 bis zum 07. Januar 2018

 

 

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Im Mittelpunkt der zwölften Ausstellung der Reihe Junge zeitgenössische Kunst aus Sachsen im Museum Gunzenhauser stehen vom 21. Oktober 2017 bis zum 7. Januar 2018 die farbintensiven Gemälde, Skulpturen und textilen Arbeiten der in Dresden geborenen Künstlerin Grit Richter.

Die Werke der inzwischen in Hamburg lebenden Künstlerin Grit Richter sind von großer Ästhetik und Sinnlichkeit, aber auch von feinem erzählerischem Humor geprägt. Sie vereinen formale Klarheit und einen hohen Abstraktionsgrad mit figurativen und gegenständlichen Andeutungen. Diese Andeutungen beleben das abstrakte Flächenspiel von Richters Arbeiten auf leichte spielerische Weise und wecken im Wechselspiel mit ihm Assoziationsräume für Emotionen, Erinnerungen und Unbewusstes. Richters künstlerische Konzeption führt vom Abstrakten zum Gegenständlichen, bleibt dem Abstrakten aber letztlich näher als der gegenständlichen Konkretion. Ihre Werke entziehen sich bewusst der unmittel-
baren Greifbarkeit, um der Komplexität emotionaler und gedanklicher Prozesse adäquat Gestalt zu verleihen. Zu den klassischen Elementen von Farbe und Form tritt in ihrer Arbeit das Element des Lichts. Lichtskulpturen aus Neon stehen als eigene Werke autonom neben den Bildern, verbinden sich aber nicht selten auch mit ihnen.

Grit Richter über ihre Arbeiten

„Meine Arbeit umfasst klein- bis großformatige Malerei in Öl auf Leinwand, in denen sich, in mehreren Schichten und breiter Farbigkeit, aus abstrakten Elementen figurative Konstellationen herausschälen; Skulpturen aus pigmentiertem Gips oder Beton, die in genähte Formen aus Stoff gegossen werden; textile Arbeiten und Fabric Drawings aus gebrauchten Stoffen und Textilien, Skulpturen aus Neon; Arbeiten aus und mit Glas, Papierarbeiten in Mischtechnik; Objekte aus gebrauchtem Holz, Acrylglas oder Bitumen; raumfüllende Wandmalereien sowie großformatige Collagen aus Schwarz-Weiß-Kopien, Stoffarbeiten und raumgreifende Installationen.


Verbindendes Element meiner Arbeiten ist eine abstrakte Formensprache, in der sich figurative Zuweisungen lesen lassen. Diese Bewegung zwischen Figuration und Abstraktion resultiert aus meiner inhaltlichen Auseinandersetzung. Mich beschäftigt die Komplexität, Wahrnehmung und Vermittelbarkeit innerer Prozesse, wie Emotionen, Erinnerungen und Unbewusstes. Diese bilden die Grundlagen unserer Identität, entziehen sich in ihrer Vielschichtigkeit jedoch dem Versuch völliger Erfassung und Beschreibung. Im Bewusstsein dieser Unmöglichkeit der objektiven Vermittlung, bin ich mit den Mitteln der Malerei, Skulptur und Installation auf der Suche nach einer Bildsprache, die Verdichtung und Vielschichtigkeit beinhaltet, um den komplexen Zusammenhängen und Abläufen dieser inneren Prozesse möglichst nahe zu kommen. Es geht mir dabei um Bündelung und Assoziationsräume, Gleichnisse und Annäherungen. Durch die Transformation in eine abstrakte Formensprache möchte ich auch das Kollektive solcher emotionalen und gedanklichen Prozesse herausstellen; basierend auf der Annahme, dass wir alle eine kollektive emotionale Struktur teilen, versuche ich Assoziationsräume zu schaffen, die der Ungreifbarkeit innerer Systeme eine Gestalt verleiht.


Im Entstehungsprozess interessieren mich formale Klarheit und Reduktion genauso wie die Lust am Spielerischen und das Einbeziehen von Humor, Intuition und Zufall. Dabei suche ich eine Rückführung des Abstrakten ins Dingliche, um so eine Projektionsfläche zu schaffen, in der die abstrakte Form inhaltliche Zuordnungen erfährt.“

Die Reihe Junge zeitgenössische Kunst aus Sachsen im Museum Gunzenhauser bietet jungen Künstlerinnen und Künstlern aus Sachsen die Möglichkeit, in direkter Nähe zu und in Aus-
einandersetzung mit Vorbildern und Vorgängern Werke in einem musealen Kontext zu präsentieren. Die Reihe wird gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.


Gefördert durch die
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen


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