Steuerbare Lichtkunst, bestehend aus 38 einzeln
ansteuerbaren LED-Bündeln und vom Künstler
komponierten Verläufen zum 100-jährigen Be-
stehen der Kunstsammlungen Chemnitz. Diese
Lichtkunst erweist ihre Reverenz an die große
Tradition der expressiven Farbmalerei in
Chemnitz. Im Verlauf der Zeit (auch der Jahres-
zeiten) wird die Fassade immer wieder in unter-
schiedliches Licht getaucht, stellen sich immer
wieder neue Farbflächen- und Linien zueinander
und weisen so auf die Vielfalt der Sammlung hin.
Die Kunstsammlungen Chemnitz beher-
bergen "Noble Gäste" aus der Kunsthalle
Bremen. Fünf bedeutende Gemälde des
Malers Lovis Corinth bereichern nun in
wunderbarer Weise die Sammlungsbe-
stände unseres Hauses.
Die einzigartige Sammlung des Münchner
Galeristen Dr. Alfred Gunzenhauser besteht
aus mehr als 2.400 Werken von insgesamt
270 Künstlern. Dazu zählt mit 290 Arbeiten
eines der weltweit größten Otto Dix-
Konvolute und Europas zweitgrößte
Jawlensky-Sammlung. Weitere Schwer-
punkte des Museums sind Arbeiten von
Felixmüller, Münter, Modersohn-Becker,
Kolle und Kirchner, Beckmann, Schrimpf,
Wunderwald, Baumeister, Fritz Winter
und anderen Künstlern.
GERHARD ALTENBOURG I HORST HUSSEL Werke im Museum Gunzenhauser
8. November 2009 - 11. April 2010
Dr. Alfred
Gunzenhauer lernte die miteinander befreundeten Künstler Gerhard Altenbourg und Horst Hussel in den späten 1950er
Jahren kennen. Er erwarb nach und nach zahlreiche Arbeiten, die mit seiner
großzügigen Stiftung in das 2007 eröffnete Museum Gunzenhauser gelangten. Diese
Werke aus dem Zeitraum von 1949 bis 1977 werden nun wissenschaftlich bearbeitet
publiziert und erstmals in einer Sonderausstellung präsentiert.
Seit Juni 2009 haben die mittelalterlichen Kunstwerke
der Skulpturensammlung Dresden im Schloßberg-
museum Chemnitz eine neue Heimstatt. Gemeinsam
mit den Arbeiten des Schloßbergmuseums - darunter
einzigartige Objekte wie das Heilige Grab aus St. Jakobi
in Chemnitz - werden die Dresdener Werke im Kreuz-
gang und den Konventsräumen dieses ehemaligen,
1136 gegründeten Benediktinerklosters gezeigt.
"... sie sprechen von mir nur leise"
ist der Titel eines lyrisch-musikalischen Porträts,
das die Schauspielerin Paula Quast und der
Musiker Henry Altmann als Hommage an die
Literatin Mascha Kalüko (1907-75) erschaffen
haben.
Die beiden Künstler haben ein neues Genre
geschaffen, das zwischen Rezitation und Schau-
spiel angesiedelt werden muss. Das Programm
hat eine ganz eigene Dramaturgie:
die klassische Musik und der Tisch mit der
Blattsammlung als Requisite machen daraus
eine Art von Kammerspiel.
Diese Inszenierung ist ein einzigartiges und
unvergessliches Erlebnis und erobert seit 1996
im In- und Ausland ein begeistertes Publikum.
Mittwoch, 3. März 2010, 19 Uhr
Museum Gunzenhauser
Eintritt: 10 Euro, erm. 7 Euro
ALTENBOURG - CLAUS - HUSSEL
Das Carlfriedrich Claus-Archiv
der Kunstsammlungen Chemnitz
Brigitta Milde, Kunstsammlungen Chemnitz
Noch zu Lebzeiten bestimmte der lange Zeit
in Annaberg-Buchholz lebende Carlfriedrich Claus
die Kunstsammlungen Chemnitz als Ort für seinen
Nachlass. So kamen tausende Briefe, seine
komplette Bibliothek und eine Vielzahl seiner
künstlerischen Arbeiten in das Museum am
Theaterplatz, wo die Sammlung seitdem von der
Kunsthistorikerin Brigitta Milde betreut und
erforscht wird. Da Horst Hussel zu Lebzeiten der
Künstler sowohl mit Gerhard Altenbourg als
auch mit dem Werk Carlfiedrich Claus' eng
verbunden war, stellt Brigitta Milde das Claus-
Archiv vor und führt in die Zusammenhänge
von Leben und Werk der drei Künstler ein.
Mittwoch, 10. März 2010, 18 Uhr
Kunstsammlungen Chemnitz
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
GERHARD HOEHME
Malerei ist eine Struktur
Werke 1951-1989
Gerhard Hoehme ist einer der Protagonisten der deutschen Nachkriegskunst und wird bis heute zu einschränkend allein der gestischen, informellen Malerei zugerechnet. In Paris und Rom begegnete er in den fünfziger und sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts der internationalen Kunst- und Literaturszene. Immer offen für das Experiment suchte er bereits früh nach neuen Ausdrucksformen. Seine Bildfächen eroberten den Raum, erweiterten sich zu Objekten und Installationen. Mit der Ver- wendung industrieller Materialien beschritt er neue innovative Wege und wirkt damit auch heute noch erfrischend zeitgenössisch.
Die Kunstsammlungen Chemnitz zeigen eine retrospektiv angelegte Ausstellung mit Gemälden und Objekten aus den Jahren 1951 bis 1989. Zur Eröffnung spricht Prof. Dr. Gottfried Boehm.
Samstag, 13. März 2010, 18 Uhr
Kunstsammlungen Chemnitz
Der Künstler Frank Maibier stellt sich den
Fragen von Prof. Harald Kunde (Aachen)
in einem öffentlichen Gespräch.
Darüberhinaus führt Frank Maibier durch
seine Ausstellung.
Freitag, 19. März 2010, 17 Uhr
Kunstsammlungen Chemnitz
VORTRAG UND FÜHRUNG
Fühlen und Handeln Eine
Theorie der Emotion und Motivation
Prof. Dr. Udo Rudolph, TU Chemnitz Führung
mit Thomas Bauer-Friedrich
Menschen
haben Gefühle - und dies hat Ursachen und Gründe. Die Ursachen liegen darin,
dass wir die Welt in dieser oder jener Weise wahrnehmen. Gefühle sind damit
abhängig von der Welt, wie wir sie sehen. Ebenso erleben wir sie aus Gründen,
d.h. zu bestimmten Zwecken: Gefühle motivieren in hohem Maße zum Handeln. Der
Vortrag gibt anhand konkreter Beispiele einen Überblick über die wichtigsten
Ursachen und Gründe für Emotionen. Zugleich schlägt er eine Brücke zur Welt der
Kunst, die die Augen dafür öffnet, die Welt neu und anders wahrzunehmen.
Das
gefühlsmäßige Reagieren auf Mensch und Umwelt ist auch eine Konstante in Leben
und Werk Gerhard Altenbourgs (1926-89). Als Sohn eines freikirchlichen
Predigers war es für ihn zeitlebens schwierig, mit seinen Emotionen umzugehen.
Als Künstler jedoch fand er einen Weg, Erlebtes und Erfahrenes zu verarbeiten.
In diesem Spannungs- feld stehen viele Werke der aktuellen Sonder- ausstellung des
Museums Gunzenhauser, die Altenbourg sowie seinem lebenslangen Freund Horst
Hussel (geb.1934) gewidmet sind. Letzterer reagierte mit Humor und Ironie, zwei
sehr starken emotionalen Ausdrucksformen, auf die reale Lebenswelt der DDR.
Ausgestellte Werke und Vortrag sollen in bewährter Weise einander ergänzen und
vertiefen.
Den
Vortrag Prof. Dr. Rudolphs einleitend wird Kurator Thomas Bauer-Friedrich durch
die aktuelle Sonderausstellung des Museums führen.
Mittwoch, 24. Februar 2010, 20 Uhr
Museum Gunzenhauser