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AUSSTELLUNGEN

Kunstsammlungen Chemnitz
MUSEUM GUNZENHAUSER



Foto: Werner Huthmacher, Berlin

Den Auftakt der Sammlung bildet ein umfangreicher Komplex vornehmlich grafischer
Arbeiten der Jahrhundertwende. Daran schließt sich ein umfassender Bestand von Werken
des Expressionismus an, der die Kunstsammlungen Chemnitz zusammen mit dem Museum Gunzenhauser zu einem wichtigen Standort der Kunst des deutschen Expressionismus werden
lässt. Den lokalen Wurzeln der Brücke entsprechend finden sich in der Sammlung Arbeiten von
Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff, welche durch ihre Schulzeit in
Chemnitz miteinander verbunden sind. Quantitativ stärker vertreten sind Alexej von Jawlensky
und Gabriele Münter, wobei sich vor allem das Schaffen Jawlenskys in seiner ganzen Breite
und inneren Entwicklung nachvollziehen lässt. Ergänzt wird die Präsentation expressionistischer
Werken durch Arbeiten verschiedener Einzelpersonen wie Christian Rohlfs, Paula Modersohn-
Becker und Helmut Kolle.


Die Kunst der Weimarer Republik zwischen 1918 und 1933 spiegeln Maler wie Karl Hubbuch, Franz Radziwill, Alexander Kanoldt, Georg Schrimpf und Gustav Wunderwald. Werke dieser Künstler waren bereits 1925 in der Mannheimer Wanderaus- stellung „Neue Sachlichkeit“ als dritte Station in den Kunstsammlungen Chemnitz am Theaterplatz zu sehen. Sie erfahren nun nach mehr als achtzig Jahren dauerhaft ihre Verankerung in der Stadt. Dazu gehören auch die zentralen Figuren der Zeit, Conrad Felixmüller und Otto Dix, die zusammen mit mehr als 400 Arbeiten wesentlich zum Profil des Museums Gunzenhauser beitragen.

 

 

Herzstück des Hauses ist die einmalige Sammlung von 290 Arbeiten Otto Dix’. Ihm ist das gesamte dritte Stockwerk gewidmet. Beginnend mit dem ersten in Öl gemalten Selbstbildnis von 1912 und frühen Gemälden des Dresdner Akademieschülers führt der Rundgang über Aquarelle und Gouachen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs zu bedeutenden Werken der 1920er-Jahre in allen künstlerischen Techniken; aber auch die großen Landschaften aus der Zeit der Inneren Emigration und das malerisch angelegte lithografische Spätwerk sind mit repräsentativen Arbeiten vertreten.

 

 

 
Abgerundet wird die Sammlung durch Positionen abstrakter und gegenständlicher Kunst vor und
nach dem Zweiten Weltkrieg. Dazu zählen Werke
von Künstlern wie Willi Baumeister, Fritz Winter,
Ernst Wilhelm Nay, Bernhard Schultze und Emil Schumacher sowie von Karl Hofer, Johannes Grützke, Horst Antes, Klauß Fußmann, Karl Horst Hödicke und Rainer Fetting. Der weltoffene Blick
Dr. Alfred Gunzenhausers richtete sich aber auch auf Künstler, die ihre Werke in der DDR schufen, wie Gerhard Altenbourg, Strawalde, Max Uhlig und
Albert Ebert.
Der Umfang der Sammlung lässt es nicht zu, dass der Gesamtbestand dauerhaft gezeigt werden kann. Daher wird dessen Erschließung und Publikation in der Zukunft die Aufgabe thematischer, mono- grafischer und künstlerbiografischer Sonderaus- stellungen sein.


Übersichtspläne der einzelnen Etagen
Erdgeschoss
1. Obergeschoss
2. Obergeschoss
3. Obergeschoss

 

© Kunstsammlungen Chemnitz 2010